Sonntag, 25. August 2013

Ohne Sorge

Hallo Ihr Lieben!

Heute mal nix Gebasteltes/Genähtes/Dekoriertes, sondern einfach viiiiiel Kultur...
Vor ein paar Tagen haben wir Potsdam und dem Park um Sanssouci einen Besuch abgestattet. Das war SO schön, doch leider fehlte, wie das eben immer so ist, wieder einmal die Zeit, um sich ALLES anzusehen. Kennt Ihr doch sicher auch... ;o) Naja, wir haben uns Schloss Sanssouci natürlich auch von innen genauer betrachtet und sind anschließend 2 km durch den Park hinüber zum Neuen Palais gelaufen. Das hört sich wenig an, aber 2 km können echt laaaaang sein bei 30 °C und wolkenlosem Himmel, glaubt's ruhig. Zumal wir die Strecke ja auch wieder zurück mussten...
Wenn Ihr wollt, dann nehme ich Euch jetzt mit auf eine kleine Bilderreise in die Schlösser des "alten Fritz" -
zuerst das Lustschloss Sanssouci. Sanssouci bedeutet ja so viel wie "ohne Sorge" oder "sorgenfrei". Nun, ich kann mir vorstellen, dass da einige der Herrschaften damals völlig sorgenfrei durchs Leben zogen...

Und weil ich (meist) aufgepaßt habe, was mein Audioguide mir erzählt, kann ich Euch sogar noch ein paar Infos weitergeben.

 Hierhinter verbirgt sich der Marmorsaal, ein ovaler Festraum und Schlossmitte.


Hinter diesen Mauern befindet sich die private Bibliothek Friedrich des Großen, nur durch einen schmalen Gang mit dem Arbeits- und Schlafzimmer der Königswohnung verbunden. Angeblich durfte ja nur der König diese betreten.

 Hier der Blick vom Rondell über den Weingarten hinauf zum Schloss. Ganz schön viele Stufen...
 
Das Konzertzimmer. Friedrich der Große liebte das Flötespielen und hat hier seinen Gästen vorgespielt.

 Die reichlich verzierte Decke des Konzertzimmers. Seht Ihr das Spinnennetz in der Mitte und die kleinen vergoldeten Stuckspinnen?
 

Apropos Gäste: Die waren recht spartanisch untergebracht. Nix da mit Prunkgemächern! Jedem Gast stand nur ein Raum zur Verfügung, welches er direkt durch die Terrassentüren betreten musste. Im Zimmer befand sich ein Alkoven mit Bett, ein Sofa, drei bis vier Stühle und ein Schreibtisch. Badezimmer = Fehlanzeige, es gab eine kleine Puderkammer, denn anstelle von Wasser benutzte man seinerzeit Parfum und Puder! Tja, wie sich die Zeiten doch geändert haben... ;o)
Hier also ein paar Einblicke in die Gästezimmer:

Ein Gästezimmer in blau-weiß-gestreift.
Die zurückhaltende und einfache Zimmergestaltung diente auch dazu, um die Gemäldesammlung des Königs besser zur Geltung zu bringen.

Hier das rot-weiß-gestreifte Gästezimmer, in welchem ausschließlich Gemälde mit Landschaftsansichten hängen.

Draußen im Park stehen um das Rondell mit seiner Fontaine mehrere Skulpturen französischer Bildhauer. Diese bieten ideale Plätze für diese kleinen frechen Spatzen, um die "Lage abzuchecken".

 Ist die nicht schön? Überall um das Rondell herum waren wunderschön angelegte Blumenbeete, wo sich kleine Hummeln und bunte Schmetterlinge fröhlich tummelten...

Suchbild: Wieviele Spatzen könnt ihr zählen? *g*

Könnt Ihr noch?
Wirklich?

Na dann, auf geht es, oben erwähnte 2 km quer durch den Park ins Neue Palais, das zu Zeiten Friedrich des Großen als Gästeschloss diente:

Hier die Vorderansicht mit Haupteingang und Ehrenhof.

Das Damenschlafzimmer, auch Chrysanthemenzimmer genannt. Der Raum wird überall vom Muster der Chrysantheme beherrscht: An den Wänden (Seidentapete), den Fenstern und dem Bett (Vorhänge, Stoffbezüge, Bettüberwurf), den Sesseln, als Intarsienarbeiten am Eckschrank (hier nicht auf dem Bild) und auf dem handgewebten Teppich (damals als Fußtapete bezeichnet). Der Teppich ist nicht mehr das Original, er wurde Anfang der 1990-er Jahre originalgetreu nachgearbeitet. Links neben dem Bett ist eine kleine Tür, in der sich früher eine Puderkammer befand; dort wurde in späteren Jahren übrigens ein Badezimmer eingebaut.

 
Schaut Euch mal dieses filigrane aufgemalte Deckenmuster an! Dazu noch die feinen vergoldeten Stuckarbeiten... Gut, mein persönlicher Wohnstil wäre die ganze Schlosseinrichtung ja nicht, aber anschauen tue ich mir das gerne mal. :o)

Noch eins von vielen (weiß nicht mehr, wie viele) Schlafzimmern...

Das obere Vestibül - der offizielle Eingang zu den Festsälen und den oberen Fürstenappartments. Schaut man dort aus dem Fenster, blickt man über den Ehrenhof hinüber zu den Communs, heute zur Universität gehörig. Zu Friedrichs Zeiten waren das die Wohn- und Arbeitsbereiche der Dienerschaft inkl. der Schlossküche. Die Schlossküche befand sich deshalb in einem abseitigen Gebäude, weil man die Gerüche nicht im Schloss haben und um die Brandgefahr durch das offene Feuer verringern wollte. Und so musste die arme Dienerschaft die fertigen Speisen, mit Wärmeglocken warmgehalten, einmal quer über den Hof ins Schloss buxieren...

Wenn Ihr bis hierher durchgehalten habt - wow! Ihr habt es tatsächlich geschafft!

Das nächste Mal dann wohl wieder was "Hausgemachtes" von mir und "nix Kultur"... *g*

Bis dahin, habt einen schönen Sonntag!

Judith





Donnerstag, 15. August 2013

Hurra, ich bin ein Schulkind

Hallo Ihr Lieben!

Naja, ein paar Tage dauert es noch, bis die kleine Maus dann so jubeln darf...

Wie ich eigentlich dazu komme, eine Tischdeko zur Einschulung zu werkeln? Tja, das kam so: Die Tochter einer Freundin kommt in die Schule - und ich wurde gefragt, ob ich irgendwelche Ideen für eine Deko habe... Und so habe ich erst einmal ein Zuckertüten-Kränzchen in pastell auf die Schnelle gebastelt, ein paar Fotos per Mail geschickt. Ein paar Mails später waren dann auch die Farben klar: rot und grün und knallig. Wieder ein paar Bastelabende später war dann soweit alles fertig. Zum Rot und Grün gesellte sich schließlich noch Blau. Zeitweise sah es bei uns dann so aus: 


 Ich hab alles doppelt gemacht, da bei dieser Feier gleich zwei kleine Mäuse Einschulung feiern werden.

Heute ging alles mit der Post auf den Weg...

Natürlich hab ich zur Probe am heimischen Esstisch dekoriert und viiiiele Fotos gemacht. Eine kleine Auswahl zeige ich heute hier. Seid Ihr bereit? Na dann - auf geht's!




Die Blümchen hab ich heute morgen noch schnell gepflückt, und dabei hat mich ein Laubfrosch erschreckt. Oder vielleicht ist er auch vor mir erschrocken? Jedenfalls sind wir beide erst mal ein Stück zur Seite gesprungen... *g*


Ich hab mir überlegt, diese roten Tütchen würden mit anderer Schleife auch einen prima Weihnachts(baum)schmuck abgeben... Aber bis dahin ist ja noch laaaaange hin. ;o)


Die Ständer für die Wimpelkette habe ich aus Plastikhüllen von Teelichtern gemacht - einfach einen Schaschlikspieß eingegipst, mit Papier verkleidet und oben hinein ein Stück Serviette hineingeknüllt...






So, die Bilderflut ist hiermit zu Ende - jetzt habt Ihr es endlich geschafft...

Ich wünsch Euch noch eine schöne Restwoche und sage - wie immer -
bis bald,
Judith